Naturheilkunde
Naturheilverfahren im ganzheitlichen Ansatz
Neben der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Tibetischen Medizin und dem Ayurveda aus Indien gibt es auch eine “traditionelle deutsche Medizin”, die sogenannte klassische Naturheilkunde. Die Naturheilpraxis hat ein ganzheitliches Menschenbild – und versucht mit sanften Mitteln Heilung zu finden, am besten indem die Ursachen der Erkrankung behandelt werden.
Wichtige Behandlungsbausteine sind pflanzliche Heilmittel (Phytotherapie), Schröpfen und Wickel, im erweiterten Sinne auch Homöopathie, Vitalstoffe, Akupunktur und Manuelle Medizin.
Einige naturheilkundliche Behandlungsstrategien wurden inzwischen wissenschaftlich erforscht. Diese werden bevorzugt angewendet. Aber es gibt viele Beschwerden oder Erkrankungen, für die es keinen wissenschaftlich nachgewiesenen Behandlungspfad gibt. Hier kann oft die komplementäre Medizin als Erfahrungsheilkunde helfen, bei der Therapiestrategien aufgrund bestimmter Beobachtungen entstanden sind. Viele unserer Therapie beruhen auf diesem Prinzip – und helfen insofern aufgrund langjähriger Erfahrungen.

- Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)
- Homöopathie
- Heilfasten
- Akupunktur
- Mind-Body-Medizin
- Ayurveda – traditionelle indische Medizin
Die klassische Naturheilkunde nach Pfarrer Kneipp
Begründer der deutschen Naturheilverfahren ist der berühmte Pfarrer Kneipp. Er stellte 5 Säulen der Naturheilkunde auf, die wir heute noch in etwas modernisierter Form weiter verfolgen.
Zu den fünf Säulen der Naturheilkunde nach Kneipp gehören:
- Pflanzenheilkunde ( Phytotherapie): Die Behandlung mit pflanzlichen Extrakten zur internen oder externen Anwendung. Einige pflanzliche Medikamente sind inzwischen gut wissenschaftlich untersucht, andere werden erfahrungsheilkundlich-traditionell eingesetzt. Eine Sonderform der Pflanzenheilkunde ist die Aromatherapie.
- Hydrotherapie: Die Anwendung mit unterschiedlich temperiertem Wasser, z.B. die bekannten kalten Güsse (“Kneipp-Güsse”) oder Wechselbäder.
- Ernährungstherapie: Dazu gehört die Beratung bezüglich einer gesunden Ernährung bzw. bestimmte Diätkuren wie das Heilfasten oder das moderne “intermittierende Fasten”.
- Bewegungstherapie: Auch eine angepasste Bewegung ist wichtig zur Gesunderhaltung oder Genesung. Wo es früher Kneippsche Tautreten gab, findet man heute eine weite Auswahl an Bewegungsmöglichkeiten – vom Walken bis zum Krafttraining..
- Ordnungstherapie: Ohne Ordnung im Leben geht es nicht. Insofern ist die Ordnungstherapie ein früher Vorläufer der modernen Psychotherapie, die helfen soll, die Lebensordnung wiederherzustellen. Der moderne Fachbegriff lautet Mind-Body-Medizin und ist derzeit in aller Munde. Ein wichtiger Bestandteil sind Achtsamkeits-basierte Verfahren. Wichtig dabei ist, die Entspannungsfähigkeit des Organismus wiederherzustellen und ihn wieder in einen gesunden Lebensrhythmus zu bringen.

In der Praxis für Ganzheitliche Medizin werden die Kneippschen Therapieverfahren in modernisierter Form einer Naturheilpraxis fortgeführt. Alle 5 Säulen werden regelmäßig im Arzt-Patienten-Gespräch abgefragt und als Therapeutikum eingesetzt. Andere naturheilkundliche Verfahren wie Schröpfen, die Blutegeltherapie und die Akupunktur können ergänzend hinzugefügt werden.
Erweitert wird das Spektrum durch moderne Ernährungs- und Stoffwechselprogramme, die Funktionelle Medizin (Optimierung des Vitalstoffhaushalts und des Zellstoffwechsels) und andere komplementäre Therapieverfahren wie die Homöopathie und die Neuraltherapie nach Huneke.
Die “traditionelle deutsche bzw europäische Medizin” hat ein umfassendes Angebot an Therapiemöglichkeiten und ein weites Spektrum an lokalen Heilpflanzen und Kräutern, die mit großem Erfolg angewendet werden können.
Unsere Ärzte sind Fachärzte für Allgemeinmedizin bzw Innere Medizin mit umfangreichem Wissen und langjähriger Erfahrung in der Naturheilkunde sowie weiteren verwandten Verfahren wie Akupunktur, Orthomolekularer Medizin und Homöopathie. Wir setzen naturheilkundliche oder andere sanfte Methoden ein, wo immer es möglich ist. Konventionelle Medikamente werden nur eingesetzt, wenn die Schwere der Erkrankung es erfordert bzw wenn die natürlichen Therapien nicht wirken sollten. Insofern bedeutet Ganzheitlichkeit auch ein optimales Zusammenspiel zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin.
Wir leben Naturheilkunde.

Was ist Naturheilkunde?
Naturheilkunde umfasst medizinische Therapien, die die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Dazu gehören unter anderem Pflanzenheilkunde, Akupunktur, Neuraltherapie, Hydrotherapie (Wasseranwendungen) und Ernährungsmedizin.
Bei welchen Beschwerden hilft Naturheilkunde?
Naturheilkunde kann prinzipiell bei allen Erkrankungen angewandt werden, solange sie nciht aufgrund der akuten Schwere eines konventionellen Medikamentes bedürfen. Häufig eingesetzt werden naturheilkundliche Heilverfahren z. B. bei Schmerzen, Verdauungsproblemen, Bluthochdruck, Allergien, Infektionen, Infektanfälligkeit, Erschöpfung, Unruhe oder Schlafstörungen.
Was sind Naturheilverfahren?
Naturheilverfahren sind medizinische Behandlungsmethoden, die natürliche Reize nutzen, um den Körper zu regulieren. Dazu zählen beispielsweise Kneipp-Therapie (u.a. Kaltwasseranwendungen, aber auch Sauna und Wickel), Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Stressregulation. Im erweiterten Sinne gehören viele komplementär- oder alternartivmedizinische Anwendungen hinzu, z.B. Akupunktur, Ayurveda und Homöopathie, aber auch die Funktionelle Medizin (Vitalstoffmedizin).
Ist Naturheilkunde wissenschaftlich nachgewiesen?
Viele naturheilkundliche Verfahren werden heute integrativ mit moderner Medizin kombiniert und in spezialisierten Praxen ganzheitlich eingesetzt. Immer mehr wissenschaftliche Studien untersuchen die Wirkung von Heilpflanzen, Mikronährstoffen, von Bewegung, Ernährung und Stressregulation. Ausserdem gibt es einen enormen Zuwachs an wissenschaftlichen Daten zur Bedeutung des Mikrobioms (Darmflora).




