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Orthomolekulare Medizin (Mikronährstofftherapie)

Was ist Orthomolekularmedizin / Vitalstoffmedizin ?

Das Wort “orthomolekular” besteht aus den Bestandteilen “ortho” für “richtig” und “molekular” für “kleine Bausteine”. Es handelt sich also um die Medizin der kleinen Bausteine, der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Ausgehend von der Erkenntnis, dass in manchen Fällen über die Ernährung nicht ausreichende Mengen solcher Vitalstoffe zugeführt werden (können), werden nach einer entsprechenden Laboranalyse fehlende Vitalstoffe ergänzt. Auslöser für Mikronährstoffmangel können neben Verdauungsstörungen und ungünstige Ernährung (gestörte Aufnahme) v.a. Stress, Sport oder Erkrankungen, z.B. durchgemachte Infektionskrankheit sein (erhöhter Bedarf). Zusätzlich können in Abhängigkeit von der vorliegende Erkrankung oder besser noch im Stadium der Vorsorge bestimmte Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente eingesetzt werden, um Krankheiten zu verhindern bzw. zu lindern. Während schwere Vitalstoffmängel (auffälliger Wert in herkömmlichen Laboranalysen) in der Regel spezifische Symptome auslösen (z.B. Skorbut bei Vitamin-C-Mangel), führen leichte oder latente Mangelzustände zu unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Infektanfälligkeit, Leistungsknick und reduzierter Stressresistenz.

Bei speziellen Erkrankungen wie

können hochdosierte Vitalstoffe im Rahmen der orthomolekularen Therapie wie Medikamente lindernde oder heilende Wirkungen haben, meistens ohne Nebenwirkungen.

Ein weitere Einsatzbereich von Vitalstoffen ist die Behandlung von Stresserkrankungen. Häufig kommt es zur Erschöpfung der Neurohormonproduktion, so dass Schmerzen, Müdigkeit und Burnout die Folge sein können. Nach einer entsprechenden Stresshormonanalyse können Vorstufen der Hormone als Nahrungsergänzungsmittel hochdosiert substituiert werden.

Ein Teilbereich der Orthomolekularen Medizin ist die Mitochondriale Medizin, bei der es vor allem um eine Verbesserung des Stoffwechsels und der Energiegewinnung geht. Mitochondrien sind kleine Zellorganelle, die mittels Zucker- und Fettverbrennung Energie in Form von ATP bereitstellen. Deshalb werden sie oft auch als “Kraftwerke der Zellen” bezeichnet. Mit spezifischen Testverfahren und v.a. der Stoffwechselmessung kann man deren Funktionalität abschätzen. Behandelt werden mitochondriale Störungen mit spezifischen Vitalstoffkombinationen, Bewegung und Ernährung.

Wichtig ist der medizinisch kontrollierte Einsatz von Vitalstoffen, die über die Ernährung oder als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden können. Eine Überdosierung kann ebenso krank machen wie ein Vitalstoff-Mangel. Außerdem sollten weitgehend natürliche und nicht chemisch veränderte Vitalstoffe zugeführt werden. In einigen Fällen können auch kurzfristige Infusionsbehandlungen zum Wiederauffüllen bei starken Mangelerscheinungen sinnvoll sein, v.a. wenn bei starken Beschwerden einer schneller Wirkungseintritt gewünscht ist.

Wir beraten Sie gerne individuell zu diesem Thema. Unser Grundsatz ist Krankheiten vorzubeugen, bevor sie entstehen. Lange vor dem Erscheinen einer Erkrankung können in der Regel schon Störungen im Bereich der Vitalstoffe gefunden werden. Vorsorge ist besser als Therapie! Dafür empfehlen wir unseren ganzheitlichen Gesundheitscheck.

Welche Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig?

Sehr häufig kommt es zum Mangel von folgenden Vitalstoffen:

  • Vitamin D durch fehlende Sonneneinstrahlung (Leben in Deutschland + Bürojob + Sonnencreme), denn dieses Hormon wird in der Haut gebildet unter Einfluss der UV-Strahlung. Vitamin D ist wichtig für das Immunsystem, die Krebsabwehr, die Muskulatur, die Knochen und die Stimmung.
  • B-Vitamine: V.a. Vitamin B12, aber auch Folsäure ist in unserer industriell produzierten Nahrung nicht mehr ausreichend vorhanden. Die B-Vitamine schützen das Herz-Kreislauf-System (senken Homocystein), tragen zum Energiestoffwechsel bzw. zur Mitochondrienfunktion bei und verbessern die Funktion von Muskeln und Nerven.
  • Antioxidanzien, d.h. die Vitamine A, C und E sowie Selen und weitere sekundäre Pflanzenstoffe kurbeln die Entgiftung von Stoffwechselzwischenprodukten und Entzündungsstoffen an. Hier hilft die Messung der freien Radikale.
  • Eisen gerät v.a. bei Frauen mit Menstruationsblutungen oder Vegetariern häufig in den Mangel. Wichtig ist die Bestimmung des Eisenspeichers Ferritin. Eisen ist wichtig für die Sauerstoffversorgung der Zellen und damit für deren Energiestoffwechsel. Einen Eisenmangel bemerkt man häufig durch Müdigkeit.
  • Zink und Selen als wichtige Mineralien mit immunstärkender Funktion, am besten im Rahmen einer Mineralstoff-Vollblut-Analyse zu bestimmen.

Wenn die Laborwerte vorliegen, ist es wichtig zu schauen, dass die individuell relevanten Parameter nicht nur gerade eben normal sind, sondern möglichst im Optimalbereich liegen. Hier ist das Fachwissen des Ganzheitsmediziners und Orthomolekulartherapeuten gefragt.

Wir beraten Sie gerne in allen Vitalstoff-Fragen.

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