zurück

Depressionen ganzheitlich behandeln

Man braucht nicht immer Antidepressiva und Psychotherapie!

Ein Depression ist gekennzeichnet durch folgende Symptome:
  • Müdigkeit / Erschöpfung
  • Freudlosigkeit
  • Traurigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • selten auch Suizidalität.

Bei Selbstmordgedanken wenden Sie sich bitte sofort notfallmäßig an Ihren Arzt!

Begleitet wird eine Depression häufig von körperlichen Beschwerden wie Ruhelosigkeit, Schmerzen, Verdauungsstörungen, Kloßgefühl, Schluckstörungen oder Herzrasen.

Bei einer führenden Erschöpfungssymptomatik nach Dauerstress spricht man von einer “Erschöpfungsdepression” oder einem Burnout-Syndrom. Abzugrenzen davon ist das “Chronic Fatigue Syndrome”, das in der Regel nach Infektionen auftritt.

Zur Diagnostik ist zunächst wichtig der Ausschluss organischer Erkrankungen wie eine Herzschwäche, eine Blutarmut, ein Eisen- oder Vitamin-D-Mangel, eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Lebererkrankung. Dafür empfehlen wir in der Regel einen umfassenden ganzheitlichen Gesundheitscheck inklusive naturheilkundlicher Zusatzdiagnostik. Auch an eine Schlafmessung zum Ausschluss eines Schlafapnoesyndroms sollte gedacht werden.

Wie wird eine Depression ganzheitlich behandelt?

In einer ausführlichen Erstanamnese nehmen wir Ihre Beschwerden und Ihren Krankheitsverlauf aus. Wir suchen bereits im Gespräch nach möglichen Auslösern wie Fehlernährung, Stressoren, Entzündungen oder Mangelzuständen.
Im Rahmen der ganzheitlichen Diagnostik wird zunächst Vitalstoffmängel (z.B. Eisen, Vitamin D und B, ggf Coenzym Q10 und L Carnitin) bzw. Hormondefizite (v.a. Schilddrüsen- , Nebennieren-, Stress- und Geschlechtshormone) gesucht. Es wird zudem versucht, gesundheitsfördernde antidepressive Lebensweisen wie Bewegung, gesunde Ernährung und Entspannungsverfahren zu implementieren. Begleitet wird die Behandlung durch eine pflanzliche oder homöopathische Medikation. Hier sticht z.B. das Johanniskraut hervor, das ausgezeichnete antidepressive Wirkungen aufweist, wenn es ausreichend hoch dosiert wird. Allerdings sind auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (v.a. mit der “Antibabypille”) zu berücksichtigen. Im Rahmen der Stresshormonanalyse kann häufig bei depressiven und erschöpften Menschen ein Mangel des Neurohormons Serotonin gefunden werden. Es ist wichtig für die Stimmungsaufhellung und die Schmerzhemmung. Auch ein Mangel an Hormonen der Nebenniere (“funktionelle Nebenniereninsuffizienz”) kann eine Rolle spielen. Entsprechende Hormonvorstufen können dann als Nahrungsergänzungsmittel substitutiert werden.

Begleitend zur o.g. Therapie bietet sich die chinesische Akupunktur in Kombination mit emotional balancierender Ohrakupunktur, die sehr gute stimmungsstabilisierende, schlaffördernde und ausgleichende Wirkungen aufweist.

Bei anhaltenden Beschwerden oder bei Symptomen im Rahmen von Wechseljahresbeschwerden sollte auch ein Hormonstatus veranlasst werden. Denn häufig findet sich in solchen Fällen ein Mangel an Progesteron und/oder Testosteron sowie dem Nebennierenhormon DHEA.

Bei schwierig zu behandelnden Beschwerden ist eine Vertiefung und Erweiterung der Diagnostik erforderlich: weitere Vitalstoffe (sog. Functional Medicine), oxidativer oder nitrosativer Stress, Störungen der Mitochondrienfunktion oder Störfelder.

Eine leichte und mittelschwere Depressionen lässt sich häufig gut mit natürlichen Methoden behandeln. Je nach Anamnese (Krankengeschichte) kann eine begleitende Psychotherapie oder ein Coaching sinnvoll sein. Hier können in der Regel geeignete Therapeuten empfohlen werden. Bei schwereren oder anhaltenden Depressionen ist eine gut verträgliche konventionelle Arzneimitteltherapie (Antidepressiva) unter enger Überwachung zu erwägen. Ggf. sollte über einen tagesklinischen oder stationären Aufenthalt in einer spezialisierten Klinik nachgedacht werden. Hier haben wir einige Empfehlungen, die auf unser ganzheitliches Therapiekonzept aufbauen.

Wir beraten Sie gerne zum Thema Depression & Psychosomatik – auch wenn Sie schon eine konventionelle Medikation einnehmen bzw. psychologisch-psychiatrische Behandlung durchführen.

Johanniskraut ist ein effektives pflanzliches Antidepressivum. Aber die Naturheilkunde hat noch viel mehr zu bieten: von Homöopathie über Achtsamkeitstherapie bis zur Orthomolekularen Medizin und Bio-identischenHormontherapie.